Programm

1. Konzert

Samstag, 1. Mai 2010, 20.00 Uhr

GabrieliChor Bern

Leitung: Hans Gafner
Mirko Arnone und Maria Ferré, Lautenduo M&M

Den Hauptteil in diesem Programm widmen wir Giovanni Gabrieli. Daneben kommen seine Schüler Heinrich Schütz und sein Nachfloger an San Marco, Claudio Monteverdi, zu Wort und Ton.

Eine Besonderheit sind die beiden Stücke von Damijan Mocnik (*1967), einem jungen slowenischen Komponisten, Organisten und Chorleiter. Seine Kompositionsweise knüpft mit einer modernen Tonsprache an die grossen Altmeister der vokalen Musik, Gabrieli und Schütz, an. Durch ihre Vitalität, die sprachliche Prägnanz und der Verwurzelung in der Volksmusik finden seine Werke ungehindert Zugang zu den Musizierenden und den Zuhörern.

Einen weiteren Klangaspekt der italienischen Renaissancemusik bietet dazwischen das Duo M&M in den Interpretation von Lautenmusik. Das Duo M&M wurde 2003 von den Lautenisten Mirko Arnone und Maria Ferré in Trossingen gegründet, als beide Musiker an der Staatliche Hochschule für Musik bei Prof. Rolf Lislevand studierten. Seitdem hat sich das Duo auf die Interpretation der Renaissance- und Barockmusik für Laute, Theorbe und Barockgitarre konzentriert und sich durch zahlreiche Konzerte etabliert.

Gabrielichor Bern

Der Gabrielichor wurde 1974 von seinem Leiter Hans Gafner als Kam­merchor der Stadt Bern gegründet. Er widmet sich in erster Linie der Aufführung mehrchöriger Werke des 16. bis 21. Jahrhunderts. Neben a cappella Aufführungen arbeitet der Chor mit Ensembles zusammen, die auf historischen Instrumenten spielen. Durch das Studium der alten Aufführungspraxis will der Gabrielichor Bern einen Beitrag leisten zur möglichst getreuen Wiedergabe und zur Belebung einer vergessenen Musikkultur.
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In der Musikgeschichte sind mehrchörige Werke relativ selten. Das mag daran liegen, dass dem Komponisten oft nicht die nötigen Mittel zur Verfügung standen. Ursprung der Idee, den Chor in mehrere Teilchöre aufzuteilen war in Venedig im Übergang vom 16. ins 17. Jahrhundert. Die reiche Lagunenstadt wollte damit Weltoffenheit und Prachtentfaltung zeigen und erleben lassen.

Giovanni Gabrieli (1553-1612) war der bedeutendste, aber durchaus nicht der einzige Meister. Aus ganz Europa kamen Schüler zu ihm in die «Lehre», so zu Beispiel Heinrich Schütz. Durch die räumliche Aufteilung der Teilchöre in der ganzen Kathedrale entstand ein vorher nicht gekanntes stereophones Raumklang­erlebnis.

Hans Gafner wurde als Organist, Schulmusiker, Dirigent und Kantor ausgebildet. Seine langjährige Tätig­keit als Musiklehrer am Freien Gymna­sium Bern und als Leiter der Musikschule Aaretal wechselten sich ab  mit seiner regen und vielseitigen Konzerttätigkeit mit dem Orchester, der Kantorei Münsigen, dem Jugend-Sinfonieorchester Arabesque und dem Gabrielichor Bern. Hans Gafner ist Initiant der Münsiger Abendmusiken und Träger des Kulturpreises 2000.

 

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