Programm

7. Konzert

Freitag, 25. Mai 2018, 20.00 Uhr
Konzertdauer ca. 70 Minuten

frei aber einsam

Mirjam Tschopp, Violine und Viola
Riccardo Bovino, Klavier

«frei aber einsam»: Ein Gefühl, das wohl nicht nur den drei Verfassern der F.A.E.-Sonate, sondern auch Beethoven und Rebecca Clarke gemein gewesen sein muss… Beethoven, auch aus unserer heutigen Sicht ein bei aller Schönheit seiner Musik zu Extremen neigender Komponist, wurde zu seiner Zeit von vielen nicht verstanden. Seine zunehmende Taubheit isolierte ihn ausserdem in der Gesellschaft.

Als Gemeinschaftswerk der drei befreundeten Komponisten Dietrich, Schumann und Brahms für den von allen verehrten Geiger Joseph Joachim geschrieben, basieren alle vier Sätze auf den drei Tönen F, A und E, die als Thema dieses wunderschöne Werk zusammenhalten. Das Kürzel steht jedoch auch für «frei aber einsam», dem Gefühl, das anscheinend die drei Komponisten verband.

Ludwig van Beethoven
(1770 – 1827)
Sonate A-Dur op. 30/1
für Violine und Klavier
Allegro
Adagio molto espressivo
Allegretto con variazioni
Albert Dietrich
(1829 – 1908)
Robert Schumann
(1810 – 1856)
Johannes Brahms
(1833 – 1897)
F.A.E.-Sonate (1853)
für Violine und Klavier
Allegro (Dietrich)
Intermezzo (Schumann)
Scherzo, Allegro (Brahms)
Finale (Schumann)
Rebecca Clarke
(1886 – 1979)
Sonate für Viola und Klavier (1919)
Impetuoso
Vivace
Adagio

Duo Tschopp/Bovino

Mit dieser raffinierten Konstellation hat das Duo Tschopp/Bovino im Laufe seiner bislang dreizehnjährigen Tätigkeit grosse internationale Aufmerksamkeit gefunden und sich ein Repertoire erarbeitet, das über alle Epochen bis in die Gegenwart reicht, neben den Standardwerken für Violine bzw. Viola und Klavier zahlreiche hörenswerte Raritäten enthält und sich zu faszinierenden Programmen verbinden lässt.
mehr zum Duo Tschopp/Bovino

Seit ihrem Debüt mit 13 Jahren konzertiert Mirjam Tschopp, geboren in Zürich, gleichermassen auf Geige wie Bratsche als Solistin mit renommierten Orchestern und als Kammermusikerin. Sie trat u.a. in der Philharmonie Berlin, im Lincoln Center New York, in der Tonhalle Zürich und am Lucerne Festival, dem Menuhin Festival Gstaad und dem Verbier Festival auf. Die Uraufführung unter Semyon Bychkov des ihr gewidmeten Violinkonzerts von Nicolas Bacri und ihre CDs der Violin- und Violakonzerte von Ahmed Adnan Saygun sind nur zwei ihrer Projekte mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, die eine grosse Resonanz erhalten haben. Sie war Dozentin für Violine, Viola und Kammermusik am Landeskonservatorium Innsbruck und unterrichtet zurzeit am Konservatorium Zürich und an den Austrian Master Classes.
mehr zu Mirjam Tschopp

In Turin geboren, studierte Riccardo Bovino zuerst in seiner Heimatstadt und setzte sein Klavierstudium danach an der Musik-Akademie Basel fort. Seine Vorliebe für Kammermusik und Gesang führte ihn neben seiner solistischen Tätigkeit mit Künstlern wie Sol Gabetta, Jennifer Larmore, Renaud und Gautier Capuçon, Patricia Kopatchinskaja und dem Quartetto di Cremona zusammen. Wichtige Stationen seiner Karriere waren u.a. Auftritte im Musikverein Wien, im Concertgebouw Amsterdam, in der Tonhalle Zürich und im Stadtcasino Basel. Er gastierte am Lucerne Festival, dem Menuhin Festival Gstaad, den Settimane musicali Stresa, dem Montpellier Festival, an Les Muséiques Basel, am Grazer Oster-Festival, am Båstad Chamber Music Festival und am Davos Festival.
mehr zu Riccardo Bovino

 

Konzert 1 2 3 4 5 6 7 8

zurück zum Programm 2018