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Sieben Konzerte voller Liebreiz

«Liebenswürdig» nennt die Präsidentin Marianne Vogel Kopp die diesjährigen Veranstaltungen des Vereins Schlosskonzerte Spiez. Eröffnet wird die 61. Saison morgen Samstag. Neu steht ein Muttertagskonzert auf dem Programm.

Die Fermate steht als Symbol in der Musiksprache für das Aushalten eines Tons oder einer Pause. Mit «Fermate» bezeichnet Marianne Vogel Kopp, Präsidentin Verein Schlosskonzerte Spiez, auch das diesjährige Programm der Konzertreihe in der Spiezer Schlosskirche. «Nach den experimentellen Konzerten im vergangenen Jubiläumsjahr möchten wir in der 61. Saison dem Publikum entgegen kommen und zum Innehalten einladen», sagt sie. Daher sei das Programm auch nicht Spektakulär, sondern «liebenswürdig und leicht».

Die sieben Konzerte

Anstelle zweier Matinées gibt es heuer nur eine, die dem Jazz gewidmet ist. «Stattdessen haben wir das Muttertagskonzert am 13. Mai neu ins Programm aufgenommen», sagt die Präsidentin.

1. Konzert: Samstag, 28. April um 20 Uhr mit dem Oberwalliser Vokalensemble unter der Leitung von Hansruedi Kämpfen. «Fire of Love» heisst das Programm. «Dieses Ensemble gilt als eines der besten schweizweit», weiss Vogel Kopp. Es sei unglaublich, mit wieviel Enthusiasmus die Chormitglieder an fast jedem zweiten Wochenende einen Auftritt im In- und nahen Ausland wahrnehmen.

2. Konzert: Das Kinderkonzert findet am Mittwoch, 2. Mai um 16 Uhr statt. «D'Reis nach Tripiti» beschreibt, wie Spielsachen sich selber vor der Müllhalde retten und ausziehen. Erzählerin und Verantwortliche für das Konzept ist Beatrice Bieri Zenger. «Das Quantett Johannes Kobelt spielt mit grossen und ganz eigenen Instrumenten. Dadurch haben die Kinder auch einen optischen Zugang zur klassischen Musik», sagt Marianne Vogel Kopp. Das Konzert ist für Kinder ab 5 Jahren empfohlen. «Ein Dreijähriges kann nicht eine Stunde lang ruhig sitzen und zuhören», weiss Vogel Kopp.

3. Konzert: Am Samstag, 5. Mai um 20 Uhr heisst es «himmlisch geerdet». Maya Homburger und Barry Guy, die letztes Jahr in der Kirche Blumenstein zu Gast waren, verbinden nun auch in Spiez Barock mit zeitgenössischen Improvisationen. «Wer den beiden einmal zugehört hat, kommt sofort ins Schwärmen», sagt die Präsidentin der Schlosskonzerte Spiez. Augenzwinkernd ergänzt sie: «Dieses Konzert ist der Stachel im Fleisch, weil es nicht nur schöne Musik im herkömmlichen Sinn bietet.»

4. Konzert: Am Samstag, 12. Mai um 20 Uhr spielt das Neue Zürcher Orchester unter der Leitung von Martin Studer-Müller mit Harfen- und Flötensolisten. «Ich bin fasziniert von seinem Engagement für die jungen Musikerinnen und Musiker», sagt Marianne Vogel Kopp. «Zudem haben wir seit Jahren die Harfe nicht mehr an unseren Konzerten gehört.» Gemeinsam mit der Volkshochschule Spiez wird bereits um 18.45 Uhr eine Einführung mit Klangbeispielen gegeben, an der das gesamte Orchester teilnimmt.

5. Konzert: Der Muttertag am 13. Mai um 17 Uhr ist den Müttern gewidmet. «Es wird ein liebliches Konzert, das einen Ohrwurm an den nächsten reiht», verspricht die Präsidentin. «Heiteres von Mozart bis Donizetti» lautet auch der Untertitel dieses erstmaligen Muttertagskonzerts.

6. Konzert: Jung und leidenschaftlich gehts wiederum am Mittwoch, 16. Mai um 19 Uhr zu und her. Das Amaryllis-Quartett spielt Werke von Mozart, Brahms und Alban Berg. «Das allein garantiert schon für Leidenschaft», sagt Vogel Kopp.

7. Konzert: Am Sonntag, 20. Mai um 10.30 Uhr bildet die Jazz-Matinée den Abschluss der diesjährigen Schlosskonzerte Spiez. Mitorganisator Harry Beusch hat dieses Mal Bernd Lhotzky gewinnen können. «Er hat schon mit den Grossen der Szene gespielt», weiss Marianne Vogel Kopp.

Heinerika Eggermann

Text: Thuner Tagblatt

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